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Value & ROI

Solltest du Kunden ROI-Berechnungen anbieten? Unbedingt. Aber das Bild ist größer

Ja, biete ROI-Berechnungen an. Doch Zahlen allein entscheiden selten. Wie du einen ROI-Case aufbaust und den Wert, nicht nur Einsparungen, zeigst.

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ROI (öffnet in neuem Tab)-Berechnungen (Return on Investment) sind wertvoll. Trotzdem zögern viele Vertriebsteams, mit Kunden in die Details des ROI einzusteigen. Vor allem dann, wenn der Kunde seinen Business Case (Wirtschaftlichkeitsrechnung) schon gebaut hat.

Lohnt es sich in so einem Fall, eine ROI-Berechnung anzubieten?

Ja. Geh dabei strategisch vor und stell den größeren Wert in den Mittelpunkt.

Was der ROI dir bringt

Eine ROI-Berechnung belegt konkret, dass ein Produkt oder eine Dienstleistung messbare Erträge bringt. Sie schafft Vertrauen und kann dich vom Wettbewerb abheben. Außerdem zeigst du damit, welchen Wert und welche Wirkung deine Lösung im Geschäft des Kunden hat. Im ROI-Gespräch arbeitest du mit dem Kunden daran, dass er das Beste aus seiner Investition herausholt.

Warum ROI-Berechnungen zählen

  1. Vertrauen aufbauen: Nimm dir die Zeit, einen Kunden durch eine ROI-Berechnung zu führen. Damit zeigst du, dass dir sein Erfolg wichtig ist. Das schafft Vertrauen. Der Kunde sieht, dass dir sein Ergebnis wichtig ist.
  2. Vom Wettbewerb abheben: Mit einer detaillierten ROI-Analyse hilfst du dem Kunden, die besonderen Vorteile deiner Lösung zu erkennen. Das ist vor allem wichtig, wenn der Kunde mehrere Optionen vergleicht.
  3. Zeit als Wettbewerbsvorteil: Die Arbeit am ROI mit dem Kunden kostet Zeit. Diese Zeit verbringt der Kunde nicht mit deinen Wettbewerbern. Der Aufwand kann die Beziehung vertiefen und die Chance auf den Abschluss erhöhen.
  4. Den Wert herausstellen: ROI dreht sich um messbare Erträge. Das Gespräch sollte aber auch auf den größeren Wert deiner Lösung kommen. Dazu gehören weiche Faktoren wie Markenimage, Mitarbeiterzufriedenheit und künftige Skalierbarkeit. All das zählt bei der Entscheidung.

Die Tücken des ROI und wie du sie meisterst

ROI-Berechnungen sind nicht immer einfach. Sie erfordern gründliche Vorbereitung. Und du musst das Geschäft des Kunden gut verstehen, um Kosten und Nutzen richtig einzuschätzen. Wenn du es gut machst, zahlt sich der Aufwand aus. So gehst du vor:

  • Alle Kosten verstehen: Berücksichtige direkte, indirekte und Opportunitätskosten. Nur dann ist die ROI-Analyse vollständig. Bei SaaS-Lösungen sind diese Kosten oft besser planbar. Das macht es einfacher.
  • Über das Unmittelbare hinaus messen: Schau über den schnellen finanziellen Ertrag hinaus. Denk auch an den langfristigen strategischen Wert, etwa die Marktposition oder die Kundenbindung. Der zeigt sich vielleicht nicht sofort, ist für den langfristigen Erfolg des Kunden aber entscheidend.
  • Tools und Fallstudien nutzen: Mit ROI-Rechnern, Branchen-Benchmarks und früheren Fallstudien wird deine Analyse realistisch und überzeugend. Auch die Zusammenarbeit mit Beratungsfirmen kann deinen Berechnungen Glaubwürdigkeit verleihen.

Das größere Bild: Wert vor ROI

Am Ende geht es nicht nur darum, eine ROI-Berechnung vorzulegen. Du willst deine Lösung als eine positionieren, die umfassenden Wert bietet. ROI ist ein Werkzeug von vielen. Im Gespräch sollte es aber darum gehen, wie deine Lösung dem Kunden hilft, seine strategischen Ziele zu erreichen.

Best Practices, um den Wert zu betonen:

  • Den Ansatz anpassen: Richte dein Wertversprechen auf die konkreten Bedürfnisse der einzelnen Stakeholder (Beteiligte) aus. So kommt deine Lösung auf mehreren Ebenen im Unternehmen des Kunden an.
  • Zahlen und Qualität verbinden: Kombiniere den ROI mit qualitativen Vorteilen wie einem besseren Markenimage und effizienteren Abläufen. Daraus entsteht eine überzeugende Geschichte über den Wert.
  • Die langfristige Wirkung zeigen: Zeig, dass deine Lösung skalierbar und anpassbar ist. So bleibt sie wertvoll, auch wenn sich das Geschäft des Kunden verändert.

So führst du eine ROI-Berechnung durch: Tools und Techniken

Eine ROI-Berechnung kann abschreckend wirken. Vor allem, wenn es viele Variablen gibt und du das Geschäft des Kunden genau kennen musst. Früher lief das meist über Excel. Heute bieten spezialisierte Tools einen strukturierteren Weg. Ein Beispiel ist ROIShop (öffnet in neuem Tab), entwickelt von Michael Farber (öffnet in neuem Tab). Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung und ein Überblick über Tools, die dir die Arbeit erleichtern.

Schritt für Schritt zur ROI-Berechnung

  1. Die Kosten ermitteln
  2. Den Nutzen schätzen
  3. Den ROI berechnen
  4. Die Ergebnisse prüfen

ROI-Berechnungen mit Excel

Excel ist seit Langem das Standardwerkzeug für ROI-Berechnungen. Es ist flexibel, und du kannst Formeln und Szenarien frei gestalten. So nutzt du Excel wirksam für die ROI-Analyse:

  • Eine Vorlage bauen: Leg eine Tabelle mit Eingabefeldern für alle Kostenarten und Nutzenschätzungen an. Sobald alle Daten drin sind, rechnen vordefinierte Formeln automatisch.
  • Szenarioanalyse: Nutze Excel-Funktionen wie Datentabellen und den Szenario-Manager, um verschiedene Annahmen durchzuspielen. So zeigst du, wie sich Änderungen an wichtigen Variablen auf den ROI auswirken.
  • Visualisierung: Mit Excel erstellst du Grafiken und Diagramme, die die ROI-Daten anschaulich machen. So versteht der Kunde die Szenarien leichter und kann sie besser vergleichen.

Fortgeschrittene Tools: ROIShop für einen strukturierten Ansatz

Excel ist vielseitig. Bei detaillierten ROI-Berechnungen kann es aber kompliziert und zeitaufwendig werden. Tools wie ROIShop (öffnet in neuem Tab) bieten einen strukturierteren und benutzerfreundlicheren Ansatz.

  • Systematische Dateneingabe: ROIShop führt dich durch die Datenerhebung. So berücksichtigst du alle relevanten Kosten und Nutzen und übersiehst keine wichtigen Faktoren.
  • Automatische Berechnung: Das Tool berechnet den ROI automatisch. Das spart Zeit und vermeidet Fehler, die beim Rechnen von Hand passieren.
  • Individuelle Berichte: Mit ROIShop erstellst du professionelle Berichte mit detaillierter ROI-Analyse, die du direkt dem Kunden geben kannst. Das erleichtert die Präsentation und das Gespräch mit Stakeholdern.
  • Einheitlichkeit und Skalierbarkeit: ROIShop sorgt dafür, dass alle ROI-Berechnungen einheitlich sind. Das hilft besonders bei mehreren Kunden oder komplexen Projekten. Es wächst auch gut mit dem Geschäft mit. Excel wird dagegen mit wachsenden Datenmengen schnell unhandlich.

Wann Excel, wann ein ROI-Tool?

  • Excel: Am besten für einfache, einmalige Berechnungen, bei denen es auf individuelle Anpassung ankommt. Ideal, wenn du Flexibilität brauchst und gern selbst mit Daten arbeitest.
  • ROI-Tools (z. B. ROIShop (öffnet in neuem Tab)): Am besten für komplexere Berechnungen oder wenn Einheitlichkeit, Effizienz und professionelle Berichte gefragt sind. Besonders nützlich bei mehreren Kunden oder wenn ROI-Berechnungen fester Teil deines Vertriebsprozesses sind.

Fazit: Mach den ROI zum Teil des Wertgesprächs

Kunden ROI-Berechnungen anzubieten, ist ein strategischer Schritt. Du schaffst Vertrauen, hebst dein Angebot ab und schließt am Ende mehr Deals (Verkaufsprojekte) ab. Der ROI bleibt dabei ein Teil eines größeren Gesprächs über den Wert. Zeig den kurzfristigen und den langfristigen Nutzen deiner Lösung. Dann sieht dich der Kunde als Partner für seinen Erfolg.

Dr. Johannes Hangl mit dem PreSales Handbook

Über den Autor

Dr. Johannes Hangl

Presales-Leader mit über zehn Jahren in B2B-Software. Ich schreibe darüber, was in echten Deals funktioniert: Discovery, Demos und die menschliche Seite im Vertrieb.

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