Selling Journey · Kapitel 2
SaaS verstehen
Was Software as a Service ist, wie es sich von On-Premise-Software unterscheidet und was das für die Art bedeutet, wie Presales sie verkauft.
Video: Software as a Service für Presales (SaaS)
Video nur auf Englisch verfügbar
Der Kern von SaaS
SaaS verändert, wie Software verteilt wird. Klassische Software musst du auf jedem Rechner oder Server einzeln installieren. SaaS-Anwendungen laufen dagegen auf den Servern eines Anbieters. Nutzer greifen über das Internet darauf zu. Jedes Gerät mit Internetzugang reicht, meist über einen Webbrowser.
Dieser Ansatz hat einige klare Merkmale. Am deutlichsten ist der Zugriff über das Web. Mit einer Internetverbindung steht dir SaaS offen, egal wo du bist und welches Gerät du nutzt. Das zählt viel, gerade in Zeiten von Remote-Arbeit und weltweiten Teams.
Außerdem beruht das Modell auf Mandantenfähigkeit (Multi-Tenancy). Eine einzige Instanz einer SaaS-Anwendung bedient viele Kunden. Einstellungen, Daten und Konfiguration jedes Kunden bleiben von den anderen getrennt.
Anders als klassische Software läuft SaaS meist im Abo. Kunden zahlen in festen Abständen, monatlich oder jährlich, und erhalten dafür Zugang. Das gleicht eher Mieten als Kaufen. Das macht flexibler und senkt die hohen Anfangskosten, die beim klassischen Softwarekauf anfallen.
Updates sind mit SaaS viel einfacher. Nutzer müssen die Software nicht mehr selbst aktualisieren oder prüfen, ob der neueste Sicherheitspatch installiert ist. Weil SaaS zentral läuft, spielt der Anbieter Updates für alle ein. Jeder Nutzer bekommt die neuesten Funktionen und Verbesserungen, ohne selbst etwas tun zu müssen.
SaaS skaliert außerdem. Firmen passen ihre Software an den Bedarf an, ob sie Funktionen hinzunehmen oder Kapazität ausbauen. Das klappt meist ohne die langen Abläufe, die klassische Software beim Ausbau verlangt.
Meist übernimmt der SaaS-Anbieter Sicherheit, Wartung und Compliance. So bleibt die Software aktuell und erfüllt die geltenden Sicherheitsstandards und Vorschriften.
Multi-Tenant und Single-Tenant im Vergleich
Multi-Tenant-Architektur
Multi-Tenancy funktioniert wie ein Mietshaus. Alle Bewohner teilen sich ein Gebäude. Jeder hat seine eigene Wohnung und richtet sie nach seinem Geschmack ein. Die Infrastruktur darunter ist aber gemeinsam, etwa Wasserleitungen, Heizung und das Gerüst des Hauses. Für SaaS heißt das:
- Geteilte Ressourcen: Eine Instanz der Software und ihrer Infrastruktur bedient mehrere Kunden. Alle Kunden teilen sich Datenbank, Anwendung und Rechenleistung.
- Kostengünstig: Weil Ressourcen geteilt werden, sinken die Kosten pro Kunde.
- Upgrades und Wartung: Die Anwendung wird zentral verwaltet. Updates und Verbesserungen erreichen so alle Kunden auf einmal.
- Anpassbarkeit: Die Kernanwendung ist für alle gleich. Kunden können aber oft Einstellungen oder Funktionen an ihren Bedarf anpassen, ohne andere zu beeinflussen.
Single-Tenant-Architektur
Single-Tenancy gleicht dagegen einem freistehenden Haus. Du teilst keine Ressourcen mit Nachbarn und hast volle Kontrolle über deine Umgebung. Für SaaS heißt das:
- Eigene Ressourcen: Jeder Kunde hat seine eigene Instanz der Software und eine eigene Infrastruktur darunter (Server, Datenbanken und so weiter).
- Mehr Sicherheit: Da nichts geteilt wird, sinkt das Risiko von Datenlecks zwischen Kunden.
- Anpassung: Der Kunde kann Software und Infrastruktur tief an seinen Bedarf anpassen.
- Kosten: Meist teurer als Multi-Tenant-Lösungen, weil viele getrennte Instanzen gepflegt werden müssen.
Vergleich und Einordnung
- Sicherheit: Single-Tenant-Architekturen bieten mehr Sicherheit und Kontrolle. Für Firmen mit strengen Datenschutzvorgaben kann das entscheidend sein.
- Performance: Single-Tenancy liefert oft verlässlichere Performance, weil andere Kunden keine Ressourcen abziehen.
- Skalierbarkeit: Multi-Tenant-Architekturen skalieren meist besser. Der Anbieter bündelt Ressourcen effizienter über viele Kunden hinweg.
Für SaaS-Anbieter macht Multi-Tenancy Skalierung und Wartung einfacher und günstiger. Single-Tenancy bietet maßgeschneiderte Lösungen für besondere Anforderungen, allerdings zu höheren Kosten. Für Unternehmen läuft die Wahl oft auf eine Abwägung hinaus. Auf der einen Seite stehen Anpassung und Kontrolle. Auf der anderen Seite stehen niedrigere Kosten und verwaltete Services.
Die wichtigsten Merkmale von SaaS
Zugriff über das Web: SaaS-Anwendungen laufen auf jedem Gerät mit Internetzugang, meist ohne Installation.
Multi-Tenancy: Eine Instanz der Software bedient mehrere Kunden. Einstellungen, Daten und Konfiguration jedes Kunden bleiben getrennt.
Abomodell: SaaS gibt es meist im Abo. Kunden zahlen regelmäßig, etwa monatlich oder jährlich, für den Zugang.
Automatische Updates: Anbieter aktualisieren die Software zentral. So haben alle Nutzer die neuesten Funktionen und Sicherheitspatches.
Skalierbarkeit: SaaS-Lösungen lassen sich meist leicht skalieren. Nutzer fügen je nach Bedarf Funktionen hinzu oder bauen Kapazität aus.
Verwaltete Sicherheit und Compliance: Der SaaS-Anbieter kümmert sich meist um Sicherheit, Wartung und Compliance. Das nimmt Nutzern diese Aufgaben ab.
Vorteile
Einer der größten Vorteile von SaaS sind die Kosten. Firmen senken ihre IT-Kosten oft deutlich. Eigene Hardware, Softwarelizenzen und Wartung vor Ort fallen weg. Nutzer arbeiten von überall auf der Welt mit der Software. Das macht flexibel und passt zur Remote-Arbeit.
SaaS-Angebote bringen oft Tools für die Zusammenarbeit mit. Nutzer arbeiten gleichzeitig und teilen Ideen und Strategien in Echtzeit. Das hilft der Teamarbeit und kann Projektmanagement und gemeinsames Arbeiten deutlich verbessern.
Datensicherheit bekommt bei SaaS besondere Aufmerksamkeit. Viele Käufer haben Bedenken, wenn Daten außer Haus liegen. Viele SaaS-Anbieter investieren stark in Sicherheit. Dazu kommen regelmäßige Backups und umfassende Notfallpläne für die Wiederherstellung.
Kostengünstig: Die Kosten sinken oft, weil Hardware, Softwarelizenzen, Installation und Wartung vor Ort wegfallen.
Zugänglichkeit: Wie gesagt, Nutzer erreichen SaaS-Anwendungen überall mit Internetverbindung. Das macht flexibel und erleichtert Remote-Arbeit.
Automatische Upgrades: Firmen nutzen immer die neueste Version, ohne manuell aktualisieren zu müssen.
Zusammenarbeit: Viele SaaS-Angebote haben eingebaute Tools, mit denen Nutzer in Echtzeit zusammenarbeiten.
Sicherheit: Viele haben Bedenken, wenn Daten außer Haus liegen. Viele SaaS-Anbieter investieren aber stark in Sicherheit, Backups und Wiederherstellung im Notfall.
Anpassbarkeit: SaaS-Plattformen lassen sich oft weitgehend anpassen. Nutzer richten die Software auf ihren konkreten Bedarf aus.
Unterschiede zu anderen Modellen
Vergleichst du Software as a Service (SaaS) mit anderen Wegen, Software zu verteilen, siehst du große Unterschiede. Klassische Software, die du auf deinem eigenen Rechner oder Server installierst, macht viel Handarbeit. Du installierst sie auf jedem Gerät einzeln. Das kostet Geld und Zeit. Außerdem bist du selbst für Updates und die Fehlerbehebung zuständig.
SaaS macht es dagegen deutlich einfacher. Alles läuft zentral, und du greifst von überall auf deine Software zu. Du zahlst nur, was du nutzt. Um Updates und Wartung kümmert sich der Anbieter.
Daneben gibt es weitere Cloud-Modelle, etwa Platform as a Service (PaaS) und Infrastructure as a Service (IaaS). PaaS gibt dir eine Plattform, auf der du eigene Anwendungen baust, betreibst und verwaltest. Um die technischen Details darunter musst du dich nicht kümmern.
IaaS funktioniert etwas anders. Es stellt dir die grundlegenden virtuellen Rechenressourcen über das Internet bereit. Alles andere verwaltest du selbst, also Betriebssystem, Anwendungen und Daten. Du bekommst das Fundament und baust den Rest selbst.
Klassische On-Premise-Software: Klassische Software installierst du auf einzelnen Rechnern oder Firmenservern. SaaS läuft dagegen zentral in der Cloud. On-Premise-Lösungen verlangen oft hohe Anfangskosten für Lizenzen. SaaS läuft meist als Abo, bei dem du zahlst, was du nutzt. Bei klassischer Software liegen Updates und Wartung beim Nutzer. SaaS-Anbieter erledigen das zentral.
Platform as a Service (PaaS): SaaS liefert Software über das Web, PaaS liefert eine Plattform. Kunden entwickeln, betreiben und verwalten darauf Anwendungen. Die komplexe Infrastruktur müssen sie weder aufbauen noch pflegen.
Infrastructure as a Service (IaaS): IaaS stellt virtuelle Rechenressourcen über das Internet bereit. Es liefert die Infrastruktur mit Servern, Speicher und Netzwerk. Betriebssystem, Anwendungen und Daten verwalten die Nutzer aber selbst.
Die Presales-Perspektive
Für Presales bringt SaaS eigene Chancen und Herausforderungen. Ein SaaS-Tool zu demonstrieren, ist zum Beispiel viel einfacher geworden. Du zeigst die Software, ohne vorher etwas beim Kunden zu installieren. Potenzielle Kunden wollen aber oft wissen, wie sich eine SaaS-Lösung an ihren Bedarf anpassen lässt. Das ist eine etwas andere Frage als bei einer klassischen Software-Demo.
Bei SaaS liegen die Daten außer Haus. Deshalb wird Sicherheit zum Hauptthema. Du musst diese Bedenken gut aufgreifen und die strengen Schutzmaßnahmen für die Daten erklären. Wichtig ist auch, wie gut sich das SaaS-Tool integrieren lässt. Viele Firmen nutzen mehrere SaaS-Lösungen. Dann ist entscheidend, wie leicht sich ein Tool mit anderen verbinden lässt.
Den Wert eines Abomodells zu erklären, braucht Sorgfalt. Du zeigst den Nutzen auf lange Sicht und betonst Flexibilität und Skalierbarkeit. Durch das Abo hat der Kunde außerdem immer die neueste Version, ohne mühsame manuelle Upgrades.
Das Wichtigste
Demos: SaaS-Tools lassen sich aus der Ferne vorführen. So zeigst du Interessenten die Software leichter, ganz ohne Installation.
Anpassung: Interessenten wollen oft verstehen, wie sich eine SaaS-Lösung an ihren Bedarf anpassen lässt. Das kann sich von klassischen Software-Demos unterscheiden.
Sicherheitsbedenken: Die Daten liegen außer Haus. Deshalb musst du Fragen zu Sicherheit und Compliance souverän beantworten können.
Integration: Firmen nutzen oft mehrere SaaS-Tools. Du musst verstehen und zeigen können, wie sich eine Lösung mit anderen verbindet.
Abomodelle: Du erklärst den Wert über die Zeit, nicht über einen einmaligen Kauf. Dafür musst du den langfristigen Bedarf des Kunden verstehen.